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Im Jahr 2009 wird das Piano Boogie Quartett 23-jähriges Jubiläum feiern. Und auch wenn es noch 2 Jahre zu einem "runden" Jubiläum hin, wird mächtig gefeiert mit einer Jubiläums-Tour und einer entsprechenden Jubiläums-CD.
Die Tradition der "4er Gruppen" im Boogie geht zurück in die 30er Jahre, als John Hammond bei seinem berühmten "From Spirituals to Swing-Konzert" in der New Yorker Carnegie-Hall einem verblüfften Publikum die Pianisten Albert Ammons und Meade Lux Lewis aus Chicago, sowie die beiden Kansas City Musiker Pete Johnson und Big Joe Turner präsentierte. Diese vier machten den Boogie-Woogie zur populären Musik dieser Zeit und bis in die 40er Jahre hinein schwebte ganz Amerika im Boogie-Fieber. Kurz nach dem Krieg trafen sich im bayerischen Planegg Manfred Roth und Leopold von Knobelsdorff und formierten mit zwei Studienkollegen ebenfalls ein Boogie-Quartett, das wiederum den Hamburger Georg Möller dazu veranlasste, die damals noch unbekannten Axel Zwingenberger und Vince Weber sowie den Wiener Pianisten Martin Pyrker zu einem Quartett zu vereinen. In den 70er Jahren hauchten sie dem totgesagten Boogie neues Leben ein.
1986 gründete Christian Christl das erste Piano Quartett, damals mit Martin Schmitt, Christian Willisohn und Tommi Weiss. Die vier spielten fast ein Jahr jeden Dienstag im Münchner Jazzclub "La Cage aux follies". Erste Fernsehauftritte folgten. Dann ging jeder seiner Wege. Christian Willisohn und Martin Schmitt sind heute vielbachtete Pianisten mit internationalem Renomme.
1989 formierten Peter Heger, Edwin Kimmler, Ulli Kron und Christian Christl ein neues Quartett zu einer Tournee von Berchtesgaden bis Bremerhaven. Die Tournee war so erfolgreich, daß sich die Jungs entschlossen, auch weiterhin gemeinsam aufzutreten. In dieser Formation entstanden zwei CD-Einspielungen und mehr als einhundert Konzerte sowie Auftritte im ZDF. Das Piano Boogie Quartett war u.a. „Yamaha-Artist“ und wurde von Yamaha-Pianos für alle Konzerte mit zwei Konzertflügeln ausgestattet.
Ende 1996 entschied sich Ulli Kron, eine Solo-Karriere in Angriff zu nehmen und seinen Platz nahm Georg Schroeter aus Kiel ein, der musikalisch und menschlich hervorragend in dieses unkonventionelle Quartett paßt.Bis ins Jahr 2000 spielte das Piano Boogie Quartett in dieser Formation auf großen Festival im In- und Ausland, nahm zwei weitere CD`s auf - zum 10-Jährigen Jubiläum gab es die CD "Jubilee". Als anläßlich eines Konzertes vor 1200 Gästen im Aldis-Kongress-Center, Hrades-Kralove, CZ gleichzeitig 4 PETROF-Flügel zum Einsatz kamen war dies natürlich eine Gelegenheit die erste Live-CD zu produzieren. Ende des Jahres 2000 entschloß sich Christian Christl neue Wege zu bestreiten und Ulli Kron kam gerne wieder zurück ins Piano-Boogie-Quartett und füllte die entstandene Lücke mit seinem Stil des klassischen Boogie-Woogie. In den letzten Jahren aber ging jeder der vier Pianisten seine eigenen Wege.
Nun aber hat, nach einigen wunderbaren Konzerten in Krailling, in Saalfeld/Thüringen und in Halle/Saale, Christian Christl wieder das Zepter für das Piano Boogie Quartett in die Hand genommen. Das neue Programm nennt sich „Die vier Pianeure“ und hat wahrlich nichts mit den unzähligen Boogie-Woogie-Sessions mehrerer Pianisten an verschiedenen Klavieren zu tun. Das Piano Boogie Quartett steht für eine publikumsnahe Show, basierend auf Boogie-Woogie spielen vier stilistisch unterschiedlichen Pianisten miteinander – nicht gegeneinander. Die aktuelle Besetzung besteht aus Georg Schroeter, Kiel, Edwin Kimmler, Landshut, Christoph „Stoffi“ Steinbach aus Kitzbühel und Christian Christl aus München. Und sie hauchen dem guten, alten Boogie-Woogie neues Leben ein. Allein, zu zweit, zu dritt und natürlich im Quartett bespielen sie honore Konzertflügel und begeistern ihr Publikum landauf und landab. Daß sich dabei der kleine Grenzverkehr in eine große musikalische Union vereint, davon können Politiker aller Schattierungen nur träumen.
Zu viert spielt das Piano Boogie Quartett Boogie-Woogie, Blues, Fonk, Ragtime und Swing, die Show und die Dramaturgie der vier ist unschlagbar: Alles, was vier Pianisten an zwei Klavieren anstellen können, wird geboten. Vor artistischem wird nicht zurückgeschreckt. Und vor pianistischem schon gleich gar nicht. Viel Humor, viel Freude und gaaaanz viel Boogie-Woogie erwarten die Gäste.
(Quellen: mit freundlicher Genehmigung von Walter Pollak / Pressemitteilung Christian Christl / Int. Jazzevents)
Das Piano Boogie Quartett auf Tonträgern
1994 "Piano Boogie Quartett" (KNO 1016) - ausverkauft
1999 "Jubilee" zum 10-jährigen Jubiläum (ausverkauft)
1999 "Piano Boogie Quartett Live"
2002 "Best of Piano Boogie Quartett" (AM-02022)
Alle CD´s können - soweit noch nicht ausverkauft - auf Konzerten des Piano Boogie Quartetts und unter untengenannter URL bezogen werden.
Offizielle Homepage
Weitere Infos über das Piano Boogie Quartett gibt es unter www.internationaljazzevents.de.
Im Konzertkalender nach Terminen vom Piano Boogie Quartett suchen
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Georg Schroeter:
Spielt seit über 20 Jahren professionell Blues- und Boogie-Piano, tourt hauptsächlich mit Marc Breitfelder, dem amtierenden Weltmeister an der Mundharmonika (lt. Fa. Hohner) durch die Clubs und Festivals in Deutschland. Sein Stil ist unkonventionell und treibend. Er mag es gerne mit viel bluesigem Feeling. Sechs CD-Einspielungen zeugen von seiner Schaffenskraft.
Christoph Steinbach:
Kommt aus dem österreichischen Kitzbühel und gehört zur „jungen“ Garde der Boogie-Pianisten. Er ist ein Christkind, wurde am 24. Dezember 1977 geboren und hat sich sein sonniges Gemüt bis heute erhalten. Inspiriert durch Platten von Axel Zwingenberger und vor allem Vince Weber begann er mit 16 Jahren Boogie am Klavier zu spielen. Erste Auftritte im Promi-Skiort Kitzbühel folgten und der Weg hinaus in die weite Boogie-Welt war geebnet. Es folgten Auftritte in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Ungarn, Griechenland und in der Türkei. Auch das Fernsehen, allen voran das ORF, wurde auf Christoph Steinbach aufmerksam. Seit 2004 tourt „Stoffi“, wie ihn alle seine Freunde nennen, mit der Blueslegende Eric Bourdon (Animals), spielt aber nach wie vor viele Solo-Konzerte und ist gern gesehener Gast bei den Pianistenfestivals in München, Baden-Baden, Lugano, Berlin, Hamburg und Paris.
Edwin Kimmler:
Er spielt Klavier, Gitarre und Harp und singt wahrscheinlich deshalb so intensiv, weil er seine Stimme einfach als zusätzliches Instrument begreift. Seit über 20 Jahren steht er auf den Bühnen dieser Welt und hat 5 eigene CD-Einspielungen vorzuweisen. Der New Orleans Stil des Blues hat es ihm angetan, aber auch Ragtime, Stride-Piano
und natürlich der Boogie-Woogie beflügeln seine Energie. Edwin macht aber auch vor Standards nicht Halt und versteht es ganz hervorragend, jedem Lied seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Ob mit Harp oder Gitarre oder dem Klavier - Edwin Kimmler ist ein Showman, ein Entertainer, dem sich das Publikum nicht entziehen kann und will. Wahrlich ein Meister auf der Bühne.
Christian Christl – CC-The Bayoogie Man:
Er ist eigentlich als Begleiter von schwarzen Musikern bekannt geworden: Angela Brown, Jeanne Carroll, Louisiana Red, Willie Dixon und andere haben ihn immer wieder gerne engagiert, wenn sie einen versierten Blues-Pianisten für ihre Tourneen, CD`s oder Konzerte brauchten. Er spielte solo Vorprogramm für Ray Charles, jammte mit Miles Davis in Prag und mit Buddy Guy in England und eröffnete das Belgrad Bluesfestival 1994 für B.B. King
gemeinsam mit Angela Brown. “CC” liebt vor allem die guten, alten Blues- und Boogie-Stücke aus den Anfängen des Blues, spielt einfühlsame Balladen und kann auf ein Repertoire zurückblicken, das mehr als 2.500 Songs umfasst. Auch ihm liegt der Piano-Stil der New Orleans Pianisten gut in den Fingern. Deshalb nennt er seinen Klavierstil auch „Bayoogie-Piano“.
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