Günther Straub erblickte am 4.12.1957 in Wien das Licht der Welt. Bereits im Alten von sieben Jahren begann er eine klassische Klavierausbildung, die elf Jahre währen sollte, und nahm an Musikwettbewerben teil. Zufällig begegnete der dem Musikstil Boogie Woogie und war sofort fasziniert. Sein weiterer musikalischer Weg war vorgezeichnet. Mangels Noten orientierte der junge Straub sich an alten Schallplatten.
Bald gab es erste öffentliche Auftritte, später zahlreiche Konzerte im In- und Ausland. Günther Straub spielt heute in namhaften europäischen Jazzclubs und bei großen Jazzfestivals in ganz Europa u.a. gemeinsam mit Axel Zwingenberger, Jay McShann, Bob Seeley, Christian Willisohn, Martin Schmitt und dem Oldtime Blues & Boogie Duo.
Die Freundschaft zu Pariser Musikern führt ihn häufig nach Frankreich. Günther Straub war der erste Österreicher, der mehrfach zum jährlichen Pariser Festival Les Nuits Jazz et Boogie eingeladen wurde. 1999 trat er sogar im weltbekannten Louvre auf. Eine Tournee Blues und Lesung mit Karl-Heinz Böhm ("Menschen für Menschen") führte ihn von den klassischen Sälen des Wiener Musikvereins bis ins Schauspielhaus Bochum.
Günther Straub wandte sich in den Folgejahren vorwiegend dem Stride Piano in der Tradition von Fats Waller, James P. Johnson und Jelly Roll Morton zu. Mit Augenzwinkern werden überdies auch klassische Stücke dem Stride–Stil angepasst. Mit Bernhard Walchshofer, dem Cellisten des Bruckner-Orchesters Linz, bildet er das Duo 2 Swing, das in der ungewöhnlichen Besetzung Cello und Klavier das Publikum begeistert.
Straubs Klavierspiel ist von großer Variationsbreite, Virtousität aber auch authentischem Swing- und Blues-Gefühl gekennzeichnet und sorgt regelmäßig für außergewöhnliche Auftritte.