
Die Boogie Woogie Company bezeichnet sich wohl zu recht als dienstälteste Boogie Woogie Formation Deutschlands, wurde sie doch bereits im Sommer 1964 gegründet. Boogie Woogie-Pianist Leopold von Knobelsdorff spielte damals mit Ali Claudi und dessen Rhytmusgruppe bei einer Jam Session im Kölner Kintopp-Saloon. Diese vom Publikum umjubelte Session gilt seitdem als Geburtsstunde der Boogie Woogie Company, der sich in der Folge Schlagzeuger Kalle Hoffmeister und Bassist Heinz Grah anschlossen.
Konzerte im In- und Ausland brachten der "Company" große Popularität und hauchten dem Boogie Woogie in Europa neues Leben ein. In inzwischen über 40 Jahren sind so an die 2500 Konzerte zusammengekommen. Die Liste der wichtigsten Auftritte liest sich wie das Who is Who der europäischen Jazzfestivals. Doch auch in der Gründungsstadt Köln rissen die Musiker das Publikum z.T. mehrmals im Jahr von den Stühlen des ausverkauften Jazzclubs "Subway".
Die Boogie Woogie Company verfeinerte die alten Boogie Woogie Klassiker mit modernen Jazzelementen zu einem zeitgenössischen Boogie Woogie Bandstil. Das kam offensichtlich an. Die Verkaufszahlen in den 70ern waren für das Jazz-Genre jedenfalls beeindruckend. Zwei Schallplatten erschienen in dieser Zeit. In den Neunzigern folgten 2 weitere Scheiben. Zum 40-jährigen Band-Jubiläum erschien die CD "Let The Good Times Roll".
Der gleichermaßen charismatische und kreative Kopf Leopold von Knobelsdorff schied 1989 aus Altersgründen aus der Formation aus. Neben den Gründungsmitgliedern Ali Claudi (Gitarre, Vocals, Management) und Kalle Hoffmeister (Drums) tragen inzwischen der Pianist Christoph Oeser und Paul G. Ulrich am Kontrabass zum Erfolg der Gruppe bei.