Zurück zur Musiker-Übersicht - Anfangsbuchstabe S

Günther Straub

Günther Straub erblickte am 4.12.1957 in Wien das Licht der Welt. Bereits im Alter von sieben Jahren begann er eine klassische Klavierausbildung, die elf Jahre währen sollte, und nahm an Musikwettbewerben teil. 1975 hörte er im Radio zufällig Boogie Woogie von Earl Hines, das entfachte seine Liebe zum traditionellen Klavierjazz. Günther begann nach Gehör von alten Schallplatten zu lernen und widmete sich anfänglich dem klassischen Blues und Boogie im Stil von Albert Ammons, Pete Johnson oder Meade Lux Lewis.

Wenig später erweiterte sich sein Interesse an Ragtime, New Orleans Jazz und besonders Stride Piano, jener technisch anspruchsvollen Spielweise, die in den 20er - Jahren im New Yorker Stadtteil Harlem entstand.

Bald gab es erste öffentliche Auftritte, später zahlreiche Konzerte im In- und Ausland. Günther Straub spielt heute in namhaften europäischen Jazzclubs und bei großen Jazzfestivals in ganz Europa u.a. gemeinsam mit Axel Zwingenberger, Jay McShann, Bob Seeley, Christian Willisohn, Martin Schmitt und dem Oldtime Blues & Boogie Duo.
Die Freundschaft zu Pariser Musikern führt ihn häufig nach Frankreich. Günther Straub war der erste Österreicher, der mehrfach zum jährlichen Pariser Festival Les Nuits Jazz et Boogie eingeladen wurde. 1999 trat er sogar im weltbekannten Louvre auf. Eine Tournee Blues und Lesung mit Karl-Heinz Böhm ("Menschen für Menschen") führte ihn von den klassischen Sälen des Wiener Musikvereins bis ins Schauspielhaus Bochum.

Günther Straub wandte sich in den Folgejahren vorwiegend dem Stride Piano in der Tradition von Fats Waller, James P. Johnson und Jelly Roll Morton zu. Mit Augenzwinkern werden überdies auch klassische Stücke dem Stride–Stil angepasst. In den letzten Jahren ergaben sich durch die enge Freundschaft mit dem österreichischen Pianisten Johnny Schuetten mitreißende Stride Piano-Duette.

Günther spielt auch in klassischer Trio- Formation. In der Klassik ist vor allem seine Liebe zu Chopin ungebrochen.

Straubs Klavierspiel ist von großer Variationsbreite, Virtousität aber auch authentischem Swing- und Blues-Gefühl gekennzeichnet und sorgt regelmäßig für außergewöhnliche Auftritte.

Hinweis: Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Konzerte in der Vergangenheit

Hinweis: Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!