Zurück zur Musiker-Übersicht - Anfangsbuchstabe C

Christian Christl

Christian Christl, den alle seinen schwarzen Bluesfreunde nur "CC-The Boogie Man" nennen, ist wohl schwer in irgendeine der gängigen Kategorien für Boogie-Pianisten einzuordnen. Zum einen fühlt er sich viel wohler, wenn er Mitmusiker und -kollegen auf der Bühne um sich weiß, zum anderen lag ihm immer schon mehr daran, Lieder aus dem Herzen zu spielen als Technik zu üben. Sieben Klavierlehrer versuchten dem damals 8-jährigen Christl in vier Jahren das notwendige Rüstzeug beizubringen. Vergeblich. Erst mit 22 Jahren packte ihn eine Fernsehsendung über Blues und Boogie - und er musste ran an die 88 schwarzen und weißen Tasten des elterlich geerbten Flügels. Bis heute ist Christl stolz darauf, dass ihm niemand jemals auch nur eine Note in Sachen Boogie oder Woogie beibrachte. Alles was er kann, hat er sich von Platten erarbeitet.

Nach ersten offiziellen Konzerten 1985 wurde Christl ins kalte Wasser geschmissen: Wolfgang Nöth, heute großer Kulturimpressario in München, damals Leiter der Theaterfabrik in Unterföhring, engagierte den jungen Nachwuchspianisten im Dezember 1985 für ein Bluesfestival mit Memphis Slim, Angela Brown, Little Willie Littlefield und noch einigen anderen. Von da an ging es los!

Christian Christl tourte ab 1989 mit Angela Brown, Albert C. Humphrey, Gary Wiggins, Jeanne Carroll, Karen Carroll, Klaus Kreuzeder, Al Duncan und auch Louisiana Red. Er spielte im Vorprogramm für Ray Charles, B.B. King und Miles Davis. Er jammte auf einer Bühne mit Buddy Guy, Axel Zwingenberger, Carey Bell, Big Moose Walker, Lefty Dizz, Zora Young, Big Time Sarah u.v.a.; Auftritte in England, Irland, Frankreich, Holland, Belgien, Schweiz, Österreich, Tschechischen Republik, Italien, USA, Indien und Australien folgten.

1992 gründete Christl gemeinsam mit einem Partner die Konzertreihe "Honky-Tonk - das Kneipenfestival". Noch heute gibt es mehr als 30 Honky Tonk´s bundesweit, in der Schweiz und in Österreich. Mit Peter Heger aus Erding gestaltete er die "Boogie-Nächte" in Erding, Neusäß b. Augsburg und in Freising. Von 1992 bis 1998 moderierte er einmal wöchentlich die 2-stündige Radiosendung "All of that Blues" auf der Jazzwelle Plus auf 92,4 MHZ in München. Und von 1996 bis ins Jahr 2000 war er musikalischer Leiter des Jazzweekends in Montabaur.

Christl gewann 1994 für die CD "Acoustic Soul" mit dem Detroiter Saxophonisten Gary Wiggins den deutschen Schallplattenpreis. 1998 erhielt der den Kulturpreis des Landkreises Freising.

Christian Christl bekam seinen Spitzname "CC-The Boogie Man" ursprünglich während seiner Zusammenarbeit mit Angela Brown und Albert C. Humphrey verpasst. Inzwischen firmiert Christl auch unter "The Bayoogie Man", wenn er auch inzwischen im nordrhein-westfälischen Essen im tiefsten Ruhrpott residiert.

2004 tourte Christl mit "Barbershop" über Festivals und durch Clubs. "Barbershop", bestehend aus CC am Piano, Willi Abele, Bass und Micha Maass aus Berlin am Schlagwerk, das bedeutete Boogie, Blues und Jug-Music in Mundart. Die zugehörige CD "Mit da Kanonenkugel fliang" verkaufte sich trotz oder gerade wegen (?) der bayrischen Mundard auch außerhalb Bayern sehr gut...! "Barbershop" konnte aber auch zum Sextett erweitert werden und präsentierte dann den wohl heißesten Bläsersatz diesseits des Mississippie mit Harp, Tuba, Saxophon, Geige und Querflöte.

Weitere Projekte von Christian Christl: die Cotton Field Blues Band und "Die 4 Pianeure" mit Georg Schroeter, Edwin Kimmler und Anke Angel: Vier Pianist(inn)en, die Boogie Woogie spielen mit zauberhaften Fähigkeiten in den Fingern!

Seit 2009 moderiert Christian Christl im Internetradiosender nrwchaosradio.de die Sendung "Jazz geht`s los". Zum Radio-Stream gibt es gleichzeitig auch einen Live-Video-Stream.

Hinweis: Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Konzerttermine in der Zukunft

Hinweis: Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!