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Thomas Gerdiken

Ob in Berlin vorm Brandenburger Tor vor über 1 Million Zuhörern mit Montserrat Caballé und den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Sir Simon Rattle, oder auf dem Deutschen Sportpresseball in der Alten Oper in Frankfurt: spätestens seit seinem ausverkauften Solokonzert im Kurhaus in Wiesbaden ist Thomas Gerdiken in der 1. Liga der bundesdeutschen Jazz- und Bluesszene angekommen.

Dies findet auch in einer zunehmenden Medienpräsenz seinen Niederschlag. So wurden von Thomas Gerdiken 2004 zwei Konzerte für den Hessischen Rundfunk, eins für den NDR und eins für RBB Berlin aufgezeichnet und gesendet. Aber auch die kleinen Bühnen in Jazzclubs und auf Stadtfesten sind nach wie vor sein Zuhause.

Thomas Gerdiken zählt zu jenen Bühnentalenten, die für das Studio wenig gemacht sind; er lebt vom Feedback, von der steigenden Auditoriumstemperatur. Kommt die Stimmung in die Gänge, läuft er zur Hochform auf. Musikalisch verfeinert er sich mehr und mehr. Allem stilpuristischen verweigert sich Gerdiken konsequent. Nach wie vor spielt er wunderschön schwarzen Soul, zelebriert einen filigranen Ragtime und zaubert einen lässig einher schlendernden Blues.

Doch das ist einer, der sich selbst nie zufrieden stellt: ständig scheint er am Sound, an der rhythmischen Delikatesse, am eleganten Drive herumzufeilen. Was unterm Strich sich technisch-klavieristisch präsentiert, ist bestens trainiertes Handwerk.

Seine Kreationen aus eigener Feder, die mittlerweile den größeren Teil seines Repertoires ausmachen, artikulieren sich weit jenseits mechanischer Muster und ausgetretener Pfade. Standards von Fats Domino, Fats Waller, Nat King Cole, Nina Simone, Ray Charles bis zu Sting drückt Gerdiken auf eine erfrischende Art seinen persönlichen Stempel auf. Vor allen Dingen Thomas Gerdiken der Sänger: kraftvoll, outspoken, sprachlich virtuos, vokal mit schwarzer Färbung und mit einer tiefen Emotionalität, der man sich einfach nicht entziehen kann.

Alles in allem eine singuläre Figur. Ein Musiker, dem die Lust an der Performance aus den Knopflöchern guckt. Einer dem der Schalk über die Brillen-ränder blitzt. Einer der sein Publikum um den vergnüglichen Boogie Woogie Finger zu wickeln weiß.

Pressetext und Foto Quelle: www.thomas-gerdiken.de

Hinweis: Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Konzerte in der Vergangenheit

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